Zuletzt aktualisiert am: 16. Mai 2022

IDAHOBIT 2022 – Petition „Bayerischer Aktionsplan LGBTIQ* für Gleichstellung und gegen Diskriminierung!“

IDAHOBIT 2022 – Petition „Bayerischer Aktionsplan LGBTIQ* für Gleichstellung und gegen Diskriminierung!“ startet und Demozug durchs Glockenbachviertel

Information und Aufruf

Alle anderen Bundesländer haben ihn schon: Nur Bayern verzichtet bislang auf einen Aktionsplan gegen Homo- und Transphobie. „Inakzeptabel!“, findet die Münchner LGBTIQ*-Community – am 17. Mai demonstrieren sie.

Der Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter*- und Trans*-Phobie ist so etwas wie der kleine CSD – hochpolitisch, nur ohne Party. Nach zwei Jahren Corona-Pause wird die Münchner LGBTIQ*-Community am 17. Mai ab 19.30 Uhr wieder einen Demonstrationszug durchs Glockenbachviertel führen.

An diesem Tag hatte die Weltgesundheitsorganisation WHO im Jahr 1990 Homosexualität von der Liste der Krankheiten gestrichen, woran queere Menschen weltweit jedes Jahr mit eigenen Aktionen gedenken. Nach Kundgebungen soll sich der Protestmarsch an der Thalkirchner-, Ecke Müllerstraße in Bewegung setzen und über den Gärtnerplatz am Ende vor dem Sub in der Müllerstraße 14 zum Stehen kommen. Das Münchner Schwul-queere Zentrum Sub organisiert die Aktion.

Recht auf selbstbestimmtes Leben 

Dieses Jahr nehmen die Veranstalter*innen den Tag zum Anlass, eine Petition zu starten. Stellvertretend für die gesamte Community fordert der Verein darin einen bayerischen Aktionsplan zur Gleichstellung und gegen die Diskriminierung von LGBTIQ*! Alle anderen Bundesländer in Deutschland haben bereits einen Aktionsplan: Er wirkt über die Ministerien der 15 Landesregierungen in die verschiedenen Bereiche der Gesellschaft hinein und fördert aktiv Vielfalt und Gleichstellung.

„Ein diskriminierungsfreies und selbstbestimmtes Leben zu führen, muss allen Menschen in einer demokratischen Gesellschaft möglich sein. Jeder Mensch soll angstfrei leben können. Wir fordern von der bayerischen Landesregierung deshalb einen Aktionsplan LGBTIQ*!“, sagt Dr. Kai Kundrath, Geschäftsführer des Sub e.V., der die Petition aufgesetzt hat.

Zentral: ein*e Landesbeauftragte*r  

Als Erstunterzeichnende konnte das Sub über 50 Organisationen und Initiativen aus ganz Bayern gewinnen. Zum IDAHOBIT* am 17. Mai beginnt die Petition offiziell; dann können auch Einzelpersonen unterschreiben. Es geht den Initiator*innen unter anderem darum, in Bayern endlich queer-spezifische Gewalt- und Diskriminierungszahlen zu erfassen, die lückenhafte Beratungsinfrastruktur auszubauen, Lehrpläne zu überarbeiten, Unterkünfte speziell für LGBTIQ*-Geflüchtete in allen Regierungsbezirken zu schaffen, die Polizei zu sensibilisieren. Ein*e Landesbeauftragte*r soll all diese Maßnahmen unter Einbindung der queeren Infrastruktur entwickeln und umsetzen.

Demo durchs Glockenbachviertel 

Der Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter*- und Trans*-Phobie beginnt wie gesagt um 19.30 Uhr an der Ecke Thalkirchner Str./Müllerstr. und zieht nach der Auftaktkundgebung, angeführt von der Trommelgruppe Münchner Ruhestörung, die Müllerstraße hinunter über den Reichenbachplatz zum Gärtnerplatz sowie über die Corneliusstraße bis vors Sub.

Das sind die Redner*innen-Positionen: 

 Zeit: 19:30 Uhr

Ort: Ecke Thalkirchner Str./Müllerstr.

Veranstalter*in / Initiator*in: Sub e.V. (https://subonline.org)

Webadresse:  zur Petition: https://action.allout.org/de/m/911d506e/

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