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Fremdveranstaltung: TDoR 2022 Stuttgart – DIE-IN

20. November @ 15:30 - 16:30

Transgender Day of Remembrance 2022
15:30 – 16:30 Uhr | Kreuzung Königsstraße/Büchsenstraße
Ab 17 Uhr Zusammenkunft in der Weissenburg – Zentrum LSBTTIQ, Weißenburgstraße 28a

Am 20. November begeht die trans* Community der Transgender Day of Remembrance –
den internationalen Gedenktag für die im letzten Jahr weltweit aus trans*feindlichen
Gründen ermordeten Menschen.
Dieses Jahr hat sich etwas verändert. Auf der Weltkarte der Website des Trans Murder
Monitoring – einer Organisation, die Informationen über Gewaltverbrechen an trans*
Personen dokumentiert – ist Deutschland gelb eingefärbt. Dies zeigt, dass auch in
Deutschland ein Mord bzw. eine Körperverletzung mit Todesfolge aus queerfeindlichen
Gründen an einer trans* Personen geschehen ist. Am 27. August hatte der junge trans*
Mann Malte einen Mann, der zwei lesbische Frauen lesbenfeindlich beleidigte und bedrohte
aufgefordert, dies zu unterlassen. Der Mann schlug so heftig zu, dass Malte am 2.
September an den Folgen der Verletzungen verstarb. Am Transgender Day of Remembrance
werden wir Malte und den vielen anderen ermordeten trans* Personen gedenken.
Diese Gewalt ist leider auch in Deutschland kein Einzelfall. Die Zahl der polizeilich erfassten
Übergriffe gegen queere Menschen hat sich im letzten Jahr nahezu verdoppelt. Übergriffe
und Attacken auf CSD Besuchende, Morddrohungen und Gewalttaten gegen queere
Menschen und insbesondere trans* Personen nehmen seit Jahren immer weiter zu. Laut
europäischen Studien liegt die Dunkelziffer weit höher, da nur etwa 10% der Gewalttaten
überhaupt zur Anzeige gebracht werden.
Getrieben von Desinformationen, offenen Lügen und Angstmacherei von rechten und
rechtspopulistischen Gruppierungen sowie fundamentalen (insbesondere evangelikalen und
erzkonservativen katholischen) Religionsauslegungen, verfolgt diese gewaltvolle
Trans*feindlichkeit zwei Ziele: Zum einen die Verteidigung eines wissenschaftlich überholten
binären Verständnisses von Geschlecht. Dies dient insbesondere dazu eigene Privilegien
abzusichern. Zum anderen soll die queere Community gespalten werden, um diese in ihrem
Kampf für gleiche Rechte und Selbstbestimmung zu schwächen.
Um gegen die weltweite Gewalt, die Morde, die Bedrohungen und die Angriffe zu
protestieren, veranstalten Mission TRANS, das Projekt 100% MENSCH, die DGTI AK Baden-
Württemberg und der Queerdenker* Stuttgart e.V. anlässlich des Transgender Day of
Remembrance 2022 ein Die-in. Die Protestform des „gemeinsamen Sterbens“ wurde
insbesondere zu Zeiten AIDS-Krise in den 80er Jahren dazu verwendet, um gegen die
Untätigkeit des Staates und der Gesellschaft bei der Bekämpfung der Krise zu protestieren.
Bei einem Die-In versammeln sich Menschen auf einem Platz und legen sich für einen
Zeitraum wie tot auf den Boden, um dem Sterben und der Gewalt ein Gesicht zu geben.
Nach der Kundgebung treffen sich die Teilnehmenden und Interessierte in der Weissenburg
– Zentrum LSBTTIQ für Gespräche und Empowerment.
Wir freuen uns über zahlreiche Teilnahme an unserem Protest!

Details

Datum:
20. November
Zeit:
15:30 - 16:30
Veranstaltungskategorien:
,

Veranstaltungsort

Kreuzung Königsstraße/Büchsenstraße
Königsstraße/Büchenstraße
Stuttgart, Deutschland

Veranstalter

100% Mensch
Mission Trans* e.V.
dgit

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