Regionalgruppen

Die Regionalgruppen und Stammtische des TransMann e.V. verstehen sich in erster Linie als Anlaufpunkt für alle, die sich mit dem Begriff “weiblich” nicht, falsch und/oder unzureichend beschrieben fühlen –  also für alle Frau-zu-Mann Transgender.

  • Die Treffen zeichnen sich durch lockeres Beisammensein aus, wo Informationen ausgetauscht, allgemeine und spezielle Probleme besprochen und vor allem die Kontakte zu anderen Transmännern geknüpft werden können.
  • In der Interaktion können “Anfänger” erste Schritte wagen, aber auch “alte Hasen” mal wieder sich mit Ihresgleichen unterhalten. Jeder kann unbefangen Fragen stellen, welche nach bestem Wissen von den anderen beantwortet werden.
  • Es besteht kein Zwang zur Mitgliedschaft.
  • Freunde, Familienmitglieder, Partner/Partnerinnen sowie Mitglieder anderer Gruppen sind jederzeit willkommen
    (Allerdings gibt es Themen, die so manche Gruppe lieber ohne Angehörige etc. besprechen möchte, wir bitten hierfür für Verständnis. Auf jeder Regionalgruppenseite ist genau angegeben wie die jeweilige Gruppe dies handhabt).
  • Nicht alle Räumlichkeiten der Regionalgruppen werden dem TransMann e.V. kostenlos überlassen, daher kann es bei manchen Gruppen zu einem kleinen Unkostenbeitrag kommen. (mehr dazu auf den Regionalseiten)

Die Regionalgruppenleiter stehen in engem Kontakt zueinander und zum Vorstand und halten sich so immer auf dem laufenden.

Verhaltensregeln:

Damit sich jeder  Wohlfühlen kann und um damit  eventuell verbundene Schwierigkeiten vorzubeugen, gelten für all unsere Stammtische, Regionalgruppen und Veranstaltungen folgende Regeln:

Jeder wird so akzeptiert, wie er ist
Akzeptanz und Toleranz sind uns ganz wichtig!

Wie weit einer gehen will, was er durchführen will, wie er sich gibt, ist allein seine Sache! Andere können maximal Tipps und Tricks verraten, können auf Anfrage konkrete Hinweise auf verbesserungswürdige Punkte geben – doch mehr auch nicht!

Wir lassen alle zu Wort kommen
Nicht nur wer laut schreit, viel redet oder andere unterbricht hat eine Meinung – auch die Ruhigeren müssen sich einbringen dürfen.
Keine sexuellen Übergriffe
Darunter versteht man selbstverständlich nicht nur körperliches Betatschen, sondern auch psychische und verbale Interaktionen, welche im Allgemeinen als “Anmache” bezeichnet werden. Bedenkt, dass Ihr in einer Runde von Menschen sitzt, die zumeist ein gewaltiges Problem mit ihrer Geschlechtsidentität haben – dass hier so gut wie kein freies und unbekümmertes Ausleben der Sexualität stattfindet, müsste sich jeder selbst ausrechnen können.
Diskretion
Alles was in der Gruppe gesprochen wird, sollte auch dort bleiben!

Denn wenn alles weiter getragen wird, was in der Gruppe an intimen, persönlichen Details gesprochen werden, ist es nur allzu verständlich,
wenn bald keiner mehr was erzählen möchte. Doch gerade der Austausch von Erfahrungen ist uns sehr wichtig! [/toggle]

OP-Ergebnisse
Jedes OP-Ergebnis ist eine ganz individuelle Sache. Ergebnisse desselben Arztes sehen bei jedem anders aus.
Allerdings können diese bei der Entscheidungsfindung helfen. Dennoch sollte man das eine oder andere in der Gruppe beachten:

  • Einfach mal die „Hose runter lassen“ gehört sich nicht. Vor allem, wenn unter 18 jährige anwesend sind,

Wenn OP-Ergebnisse gezeigt werden, dann nur wenn der Betreffende es auch wirklich möchte; es wird aber niemand dazu genötigt!

  • Er entscheidet selber, wem und wo er was zeigen möchte. Daher bitte vorher abklären!

Alternativ zum „Ausziehen“ kann man auch Bilder zeigen.…

Kein Alkohol bei der Selbsthilfegruppe
Alkohol senkt die Hemmschwelle und führt zu Verletzungen der ersten fünf Regeln…

Beim Stammtisch und bei Ausflügen ist Alkohol erlaubt – bedenkt jedoch beim Konsum Eure persönliche Alkohol-Toleranzschwelle.

Im übrigen – Man muss nicht unbedingt Alkohol trinken um gut drauf zu sein oder von den anderen akzeptiert zu werden.

Was passiert bei Übertretung der Regeln?
werden wir erst das Gespräch mit demjenigen suchen und ihn auf sein Fehlverhalten aufmerksam machen. Denn es kann vorkommen,
dass man selbst nicht bemerkt, wenn man etwas falsch gemacht hat.

Tritt keine Besserung ein, folgt eine schriftliche Abmahnung.

Führt auch diese nicht zum Ziel, kann die betreffende Person aus der Gruppe/Veranstaltung etc.  ausgeschlossen werden.