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Kleider |
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machen Leute. Fast, jedenfalls. Zwar haben die Mädels da zumindest
theoretisch einen Vorteil, denn egal wie man aussieht, ein Rock ist ein
eindeutiges Signal, was man ist; während "eine Frau" in Hosen
- nun ich will es mal so sagen, es nimmt einfach immer mehr zu. Genau deshalb ist es nötig, doch mal den einen oder anderen Gedanken an Klamotten zu verschwenden. Das ist vor allem dann wichtig, wenn man etwas ausgeprägtere Formen hat; aber auch bei schlanken Jungs sollte man sich nicht vertun - auch da ist noch Körperfett an den falschen Stellen. Vertraut auch nicht zu sehr auf die Wirkung der Hormone - zwar setzt der Umbau relativ schnell ein (nach 3 - 6 Monaten etwa), aber es dauert einfach seine Zeit. Natürlich hängt viel davon am, welchen Stil Ihr persönlich bevorzugt - der eine mag vielleicht Anzug und Krawatte, während der andere hat sein Leben lang nur Jeans getragen hat. Bleibt erst mal dabei; auch wenn Männermode bei weitem nicht die Auswahl bietet wie Frauenklamotten, kann man noch genug falsch machen. Obenrum kaschieren mehrere dünne Teile besser als ein dickes. Also T-Shirt, Hemd und vielleicht Weste sind besser als ein dicker Pullover. Wenn ihr einen Binder tragen müßt, muß der auch farblich unauffällig sein - in schwarz oder weiß sieht er zwar besser aus als in hautfarben, scheint aber eventuell duch helle Oberteile durch. Darüber ist Dunkel ist besser als Hell - je dunkler desto weniger nimmt das Auge Höhenunterschiede wahr. Und gemustert ist besser als Uni, vor allem bei hellen Teilen. Aber Vorsicht - wir sind nicht auf Hawaii! Die konservative Variante: Das weiße Hemd samt Kulturstrick ist für viele eine Verlockung - ist es doch eine der wenigen Dinge, die noch fast ausschließlich von Männern getragen werden. Es geht. Kein Problem. Eigentlich. Man kann sich nämlich auch unsterblich damit blamieren. Erstens: Geht los und kauft euch eure eigenen Sachen. Das Hemd sollte passen! Weit genug sind sie eigentlich alle, auch bei etwas mehr (vielleicht dann nicht unbedingt solche kaufen, auf denen extra 'schlank geschnitten' steht). Gekauft wird nach Kragenweite, einfach mit einem Maßband LOCKER messen. Und kauft euch am Anfang nicht zu viele! Durch die Hormone bekommt ihr einen dickeren Hals - nicht viel, aber genug, um eure alten Hemden zu eng werden zu lassen. Es gibt übrigends auch Hemden mit extra kurzen (und auch extra langen) Armen, und die sollte man durchaus in Betracht ziehen, wenn man ein sehr konservatives Auftreten anstrebt. Gibt es im C&A (übrigends ohnehin eine gute und vor allem bezahlbare Quelle für kleiner Größen). Zweitens: Krawatten. Ja, ich weiß, so das letzte, womit der moderne Mann seine Kreativität beim Anziehen beweisen kann. Dementsprechend manchmal auch ein Nachweise des Mangels an solcher. Eines geht auf jeden Fall nicht: Die Krawatten, die Vati in den 70er Jahren auf dem Speicher eingelagert hat, wieder hervorholen. Man glaube es oder nicht, aber die Teile haben sich seitdem verändert. Polyester beispielsweise ist nicht mehr unbedingt das Material der Wahl, und wenn, ist es anders verarbeitet. Vom Schnitt mal ganz abgesehen. Man muß nicht gleich 100 DM für eine ordentliche Krawatte ausgeben, aber das Super-Angebot für 3.-DM ist es auch nicht, nicht mal im Schlußverkauf. Das selbe gilt für Krawatten, die zusammen mit Hemden (meistens sehr billig) verkauft werden. So sehen die dann auch aus - wie ein Sonderangebot. So zwischen 15.- und 30.- DM sollte man anlegen, dann bekommt man auch etwas brauchbares. Breite Streifen, so nicht erkennbar edelste Seide, sehen übrigends sehr nach älterem Herren oder geliehener Krawatte aus. Punkte heißen meistens Ich möchte unbedingt Phantasie beweisen, die ich nicht habe. Also, Vorsicht. Ansonsten ist das Muster Geschmacksfrage - und den hat man, oder man hat ihn nicht. Und übt einen ordentlichen und richtigen Krawattenknoten! Eine falsch geknotete Krawatte ist kein individueller Stil! Hüften und Oberschenkel kaschiert man am besten durch weite Hosen. (Es soll schon Leute gegeben haben, die dachten, dass enge Hosen vielleicht ein bischen figurformend wirken könnten - das klappt nicht!) Bundfaltenhosen sind ideal, aber nicht jedermanns Stil. Darauf achten, dass heute auch viele Hosen mit einem Frauenschnitt den Reißverschluß rechts haben, das ist kein Hinweis mehr darauf, dass eine Hose für Männerfiguren geschnitten ist. Herrenhosen sind meistens tiefer geschnitten, der Bund ist also eher in Richtung Hüfte als in der Taille. Sitzt eine Hose zu hoch, betont sie die eventuell, und damit auch die breiteren Hüften. Außerdem sind sie grader in den Beinen geschnitten. Und lieber eine Nummer weiter kaufen als enger. Apropos eng: Je enger die Hose, desto empfehlenswerter ist ein Stuffer. Es hängt zwar von einem selber ab, ob man einen braucht, aber wenn die Hose hauteng sitzt, fällt es auf. (Das gilt aber wirklich nur für ziemlich enge Hosen. Bei bequemen bis weiten Hosen fällt das Fehlen eines solchen nicht auf.) Hosenträger - da sollte man drauf verzichten, wenn unter dem Hemd noch Masse steckt. Sie betonen leider eventuelle Wölbungen. Schuhe sollten zum Stil passen. Herrenschuhe gibt es ab Größe 39, in besseren Geschäften jedenfalls, ansonsten ab 40. Mit einer Einlage ist es eventuell möglich, die Schuhe auch eine Nummer größer zu kaufen. Ausprobieren. Pech haben die Leute, denen 39 einfach zu groß ist. Denn Jungenschuhe gibt es fast ausschließlich bis Größe 35. Da heißt es suchen gehen - Deichmann hat manchmal ein oder zwei paar Schuhe in 36-38. Es gibt Spezial-Schuhgeschäfte, die auch sehr kleine Größen haben, aber die Preise sind absolut unverschämt (Bei den Damen erkundigen - die kaufen da die Damenschuhe in etwas größeren Größen). Optimisten können es auch einmal bei den Damenschuhen versuchen - aber leider sind die meistens vorne zu schmal geschnitten, und es fällt einfach auf. Trotzdem kann man eventuell Glück haben. Eine Alternative, die zu vielem passt, sind Doc Martens. Doc stellt fast alle Schuhe von Kindergröße bis 5x her, und es gibt einige sehr schlichte Modelle, die sogar anzugtauglich sind. Einfach in einen Laden gehen, die Größe herausfinden (zur Not an den etwas auffälligeren Modellen), und dort bitten, dass man euch die Schuhe, so nicht vorhanden, bestellt. Es gibt die Standard-Schwarzen auch ohne die auffällige gelbe Naht! Drüber: Weite Jacken und Mäntel verbergen recht gut, was zu viel ist. Allerdings muß man sie eh irgendwann ausziehen, also kann man sich nur teilweise drauf verlassen. Sakkos sind prima - wenn sie sitzen! Ein paar Mark investieren, in einen etwas besseren Laden gehen und sich beraten lassen, und bei Bedarf die Ärmellänge ändern lassen! Gegebenenfalls auch mal die untersetzen Größen anprobieren (24, 26...). Das gilt erst recht, wenn es ein ganzer Anzug ist, oder konservative Kombi-Mode. Vorsicht bei den modernen hochgeknöpften Sakkos! Die stehen wirklich nur sehr schlanken Leuten. Dito bei zweireihigen - dafür darf man zwar auch breiter sein, aber sie stehen noch lange nicht jedem. Westen sind klasse! Sie kaschieren hervorragend eventuelle Wölbungen, und es gibt passende Westen zu fast jedem Stil. Aber auch hier muß man aufpassen! Zu schlank geschnittene Westen stehen manchmal an den Armlöchern ab - das ist natürlich verräterisch. Und Westen sind oft teuer, also legt man sich vielleicht nur eine oder zwei zu. Aber dann muß man sehr vorsichtig wählen! Wer zwischen sehr legerem Stil und Schlips und Kragen wechselt, braucht auch die entsprechenden Westen dazu - eine Universalweste gibt es da einfach nicht. Für Lederwesten gilt das selbe - man sollte sehr sorgfältig kaufen, zumal eine gute nicht unter einem Hunderter zu haben ist. |
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